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Technologie, die Leben rettet

Belimo-Sicherheitsantriebe für Brandschutz- und Entrauchungsklappen helfen, im Brandfall Leben zu retten und Sachwerte zu schützen.

Menschen in Industriestaaten verbringen gut 90 Prozent ihrer Zeit in Gebäuden. Und wo Menschen wohnen und arbeiten, steht der Schutz von Leben an erster Stelle. Ein wichtiger Faktor dabei ist die Sicherheit im Brandfall. Um die Ausbreitung von Feuer und Rauch frühzeitig zu verhindern und Flucht- und Rettungswege möglichst lange rauchfrei zu halten, ist die Reaktionszeit entscheidend: je schneller die Reaktion im Brandfall, desto geringer der Schaden an Menschenleben, Sachwerten und Umwelt.

Der Brandschutz in Gebäuden beruht auf drei Hauptpfeilern: dem baulichen, technischen und organisatorischen Brandschutz. Gerade bei modernen Gebäuden mit ausgefallenem Design, Mischnutzung oder  zunehmender Gebäudekomplexität und Grösse ist der technische Brandschutz wichtiger denn je.

Belimo hat sich schon sehr früh mit der Thematik, insbesondere mit dem technischen Brandschutz befasst. Bereits 1978 – drei Jahre nach der Gründung – hat Belimo Stellantriebe verkauft, die auf Brandschutzklappen montiert werden konnten. Mittlerweile ist Belimo Weltmarktführer bei der Motorisierung von Brandschutz- und Entrauchungsklappen und verfügt über fundiertes Fachwissen und Erfahrung.

Vorteil Motorisierung

Gegenüber mechanischen Brandschutzklappen, die erst spät bei hohen Temperaturen schliessen, haben motorisierte Klappen einen grossen Vorteil: Sie können im Brandfall – beispielsweise ausgelöst durch das Signal eines Rauchmelders – bereits frühzeitig geschlossen werden. Dies verhindert die Ausbreitung von Feuer und Rauch im Gebäude zuverlässig und zeitnah. Zudem ermöglicht die Motorisierung eine regelmässige Funktionsprüfung der Brandschutzklappen, was die Sicherheit im Gebäude weiter erhöht. Belimo bietet Originalausrüstungsherstellern (OEM) von Brandschutz- und Entrauchungsklappen ein umfassendes Antriebssortiment, das spezifisch für deren Anwendungen entwickelt wurde. Dabei kommen neueste Technologien sowie höchste Standards bei Entwicklung, Materialbeschaffung, Produktion und Endprüfung zum Einsatz. Zusammen mit den Klappen müssen die Antriebe internationale und nationale Sicherheitsnormen erfüllen, die unter anderem Lebensdauertests und Brandprüfungen umfassen.

Neue Generation entwickelt

Zwischen 2015 und 2018 hat Belimo in Europa ein neues Sortiment von Brandschutzklappenantrieben eingeführt. Diese verfügen über eine einzigartige, patentierte Verriegelungsfunktion (Safety Position Lock™), welche die Klappen im Brandfall sicher geschlossen hält. Die Kunden reagierten positiv auf die Sortimentserweiterung. Eine neue Generation Entrauchungsklappenantriebe wurde entwickelt, deren Markteinführung für 2019 geplant ist. Sie wird es Belimo nicht nur erlauben, ihre Marktposition im Brandschutzbereich weiter auszubauen, sondern vor allem
entscheidend zur Rettung von Menschenleben beizutragen.

Rauchschutz-Druckanlage am Hauptsitz von Belimo in Hinwil (Schweiz)

Durch die zunehmende Urbanisierung, die zu einer verdichteten Bauweise führt, wird auf kleiner Grundfläche vermehrt in die Höhe und die Tiefe gebaut. Solche Gebäude, typischerweise Hochhäuser, verlangen nach neuen technischen Lösungen, die eine sichere Evakuierung ermöglichen und einen Löschangriff der Feuerwehr unterstützen.

Rauchschutz-Druckanlagen sorgen für rauchfreie Flucht- und Rettungswege – insbesondere in Treppenhäusern oder bei Feuerwehraufzügen – und gewinnen zunehmend an Bedeutung. Sie ermöglichen die Realisierung eines so genannten Sicherheitstreppenraums und ersparen damit einen zweiten Treppenraum. Ohne Kompromisse bezüglich der Sicherheit eingehen zu müssen, kann diese Fläche anderweitig genutzt und die Baukosten können
reduziert werden. Belimo sieht bei der Anwendung der Rauchfreihaltung Marktpotenzial und hat deshalb 2018 in eine Test- und Demonstrationsanlage am Hauptsitz investiert. Diese Rauchschutz-Druckanlage ist in ihrer Ausprägung einzigartig. 

Besonderes gilt es, besonders zu schützen

Architekturbüro Halle 1 | Ort Linz (Österreich) | Projekttyp gemischte Nutzung Büros, Wohnungen, Hotel, Veranstaltungssaal, Tiefgarage Grundstücksfläche 12 000 m² | Nutzfläche 57 600 m² (inkl. Tiefgarage) | Bürogebäude 1 900 m² | Hotel 129 Zimmer.

Mit ihren Sicherheitsanwendungen trägt Belimo in Linz massgeblich zum verlässlichen Brandschutz eines „besonderen“ Gebäudes bei.

Im Herzen von Linz (Österreich) – dort, wo einst die Stadtbefestigung Linz begrenzte – stehen heute die Promenaden Galerien. Ein moderner Bau, der inmitten der historischen Gebäude die Fussgängerzonen der Stadt verbindet. Er bietet Raum für Geschäfte, Gastronomie-Lokale, Büros, Mietwohnungen, einen Veranstaltungssaal sowie ein Hotel. Der Gebäudekomplex ist seit 1885 im Besitz der Wimmer Medien. Bis 2003 waren dort die Druckmaschinen der Oberösterreichischen Nachrichten (OÖN) untergebracht. 2008 wurden sie abgebaut. Es war der Startschuss für das Konzept Promenade, das im April 2010 seinen Anfang nahm. Die Familie Cuturi, Besitzer der Wimmer Medien, hatte mit der Promenade Grosses vor. Sie wollte einen ganz besonderen Ort schaffen: „Einen Ort der gehoben, aber nicht abgehoben erscheint und der den Besuchern Freude bereitet“, sagt Paolo Cuturi, Projektleiter der Promenaden Galerien. Seinem Vater, Rudolf Andreas Cuturi, konnte er damit einen Lebenstraum verwirklichen – ein Traum, der schliesslich im Juni 2018 mit der feierlichen Eröffnung erfüllt wurde.

Um einen solch besonderen Ort zu ermöglichen, war ein hochprofessionelles Team vonnöten. Die Familie Cuturi hat früh renommierte Spezialisten eingebunden, um ihre Vision der Promenaden Galerien zu verwirklichen. Das Salzburger Architekturbüro Halle 1 schaffte es, Altes und Neues zu einer modernen Einheit zu verbinden. So entstand etwa eine neue Gasse mit urbanem Flair, in der man sich gern aufhält und verweilt. Wo früher Druckmaschinen standen, pulsiert heute das Leben. Und wo sich Menschen aufhalten, muss Sicherheit grossgeschrieben werden. Bei der Gebäudeplanung stand deshalb der Brandschutz von Anfang an im Zentrum.

„Niemand denkt an den Brandschutz, wenn er eine Wohnung oder ein Geschäft mietet“, so Projektleiter Cuturi. „Aber dennoch ist es überaus wichtig, im Brandfall als Gebäudebetreiber und Eigentümer darauf vorbereitet zu sein.“

Sicherheit für Personen und Sachwerte

Österreich ist punkto Brandschutz eines der fortschrittlichsten Länder der Welt. Neben den europäischen Normen und Richtlinien müssen auch landesspezifische Brandschutznormen beachtet werden, die zum Teil noch höhere Anforderungen an die technischen Anlagen stellen. Bei Gebäuden, in denen eine Brandmeldeanlage installiert ist, sind in Österreich motorisierte Brandschutzklappen Vorschrift.

Die Betreiber der Promenaden Galerien gingen sogar noch einen Schritt weiter: „Die Brandschutzklappenantriebe müssen abends, sobald die Lüftungsanlage ausgeschaltet ist, die Klappen schliessen“, sagt Norbert Kaimberger, Projektleiter und Prokurist der Elektroinstallationsfirma ETECH. „Damit wird die Ausbreitung von Rauch und Feuer über das Lüftungssystem zuverlässig verhindert.“ Das regelmässige Schliessen und Öffnen der  Brandschutzklappen ist gleichzeitig auch eine protokollierte Funktionsprüfung, die entscheidend zur Sicherheit des Gebäudes beiträgt.

Für das Projekt Promenaden Galerien hatten sich unter der Federführung von ETECH sechs Linzer Unternehmen als Arbeitsgemeinschaft für die gesamte technische Gebäudeausrüstung zusammengeschlossen. Deren Aufgabengebiet umfasste neben den Elektroinstallationsarbeiten auch die Ausführung einer gewerkübergreifenden Vernetzung und Regelungstechnik.
Ein behagliches Raumklima, ein effizienter Betrieb der Gebäudetechnik und die erforderliche Qualität des Brandschutzes konnten so sichergestellt werden. Bereits sehr früh im Projekt lag zudem ein besonderes Augenmerk auf dem optimalen Zusammenspiel der unterschiedlichen Gewerke. Je nach Aspekt befassen sich unterschiedliche Fachinstanzen mit dem Brandschutz. Deshalb ist eine frühzeitige Koordination von höchster Wichtigkeit, um eine qualitativ hochwertige Brandschutz- und insbesondere auch Entrauchungslösung zu gewährleisten.

Bei der Erstabnahme der sicherheitstechnischen Anlagen wurde aus demselben Grund ein so genannter integraler Test durchgeführt. Dieser stellt sicher, dass die gewerkübergreifenden Funktionen gemäss dem Brandschutzkonzept erfüllt und die Schutzziele im Brandfall erreicht werden.

Herausforderung gemischte Nutzung

Um zwischenzeitlich ungenutzte Gebäudeteile lüftungstechnisch abzutrennen und so die Ausbreitung von Rauch und Feuer präventiv zu verhindern, schliessen die entsprechenden Brandschutzklappen vorsorglich bei  Nichtnutzung der Räume. „Wir können die motorisierten Brandschutzklappen bedarfsgerecht ansteuern und somit Rücksicht auf unterschiedliche Nutzungszeiten nehmen“, so Kaimberger. „Zum Beispiel weichen die Betriebszeiten des OÖN-Newsroom stark von denen anderer Büros im selben Lüftungsbereich ab.“

Das Brandschutzkonzept eines Gebäudes beschreibt die Schutzziele, um die Sicherheit von Personen und Sachwerten gewährleisten zu können. Da im Falle eines Feuers die grösste Gefahr für Personen von starker Rauchentwicklung ausgeht, sind in Gebäuden wie den Promenaden in der Regel zusätzliche Rauchabzugsvorrichtungen eingebaut, die rauchfreie Flucht- und Rettungswege sicherstellen. Die
Anlagen werden automatisch aktiviert, sobald die Brandmeldeanlage Rauch bemerkt. Gleichzeitig wird auch die Feuerwehr alarmiert.

In den Promenaden Galerien sind darum Entrauchungsanlagen installiert, welche die toxischen Rauchgase im Brandfall mittels grosser Ventilatoren aus dem Gebäude ins Freie befördern. „Wenn es nicht bereits in der Ausschreibung gefordert gewesen wäre, hätten wir eine intelligente Ansteuerung und Überwachung der
Brandschutz- und Entrauchungsklappen vorgeschlagen“, sagt Kaimberger. Zusätzlich zu den 500 motorisierten Brandschutzklappen gibt es sechs Brandentrauchungszonen − jeweils drei in der Tiefgarage, im Gastro- und im Shoppingbereich.

Kaimberger: „Um die insgesamt 40 motorisierten Entrauchungsklappen und sechs Entrauchungsventilatoren zu steuern und zu überwachen, haben wir ein zentrales, intelligentes Überwachungs- und Steuersystem ausgewählt.“ Das System führt automatisiert regelmässige, protokollierte Funktionsprüfungen aller angeschlossenen motorisierten Brandschutz- und Entrauchungsklappen durch. Bei Anpassungen wie etwa einer Umnutzung der Räume erlaubt es eine einfache und flexible Adaption der Sicherheitsszenarien. Zudem unterstützt das zentrale System die Instandhaltung und die Wartung der Anlagen.

Bewährte Produkte, einzigartiger Service

Auch in der dreigeschossigen Tiefgarage der Promenaden Galerien wird Brandschutz grossgeschrieben. Denn bei einem Fahrzeugbrand in einer Tiefgarage entstehen rasch Lufttemperaturen von bis zu 700 Grad Celsius. Diese können zu einer statischen Schwächung im Stahlbeton und folglich zu einer Schädigung der gesamten Gebäudestruktur führen. Zudem besteht für Personen durch den dichten, toxischen Rauch erhebliche Lebensgefahr. Aus all diesen Gründen sind in Tiefgaragen effektive Brandschutzanlagen unverzichtbar, um bereits bei der ersten Rauchentwicklung zu reagieren.

Auch das Sicherstellen von rauchfreien Flucht- und Rettungswegen ist in Tiefgaragen von höchster Wichtigkeit. Eine Sprinkleranlage in Verbindung mit einer effizienten Entrauchungsanlage garantiert in den Promenaden Galerien das Erreichen der geforderten Schutzziele.

Gerade auch bei den Entrauchungs- und Nachströmklappen war es Kaimberger wichtig, auf bewährte Komponenten wie die Entrauchungsklappenantriebe von Belimo zurückzugreifen. Für ihn stand die Zusammenarbeit schon früh fest: „Unser erstes Projekt mit Belimo war der Bau des eigenen neuen ETECH Firmensitzes. Bereits damals hat die Zusammenarbeit sehr gut funktioniert“, so Kaimberger.
„Bei Fragen erhalten wir rasch Antwort oder sogar einen Besuch auf der Baustelle. Dieser Service macht Belimo zum idealen Partner.“

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